Swiss - Linksradikaler Schlager - Neue Deutsche Schlager-Welle
23.04.2021 14:42

Der hat a Gosch'n - Swiss macht jetzt eine neue Schlager-Welle und präsentiert die EP "Linksradikaler Schlager"

© Foto: Swiss

In Bayern sagt man: "Der hat a Gosch'n!" - Zumindest traut sich Swiss etwas. Er macht jetzt Schlager. Linksradikalen Schlager versteht sich. Im Juli erscheint die gleichnamige EP von Swiss. Spaßprojekt und Coronatherapie in einem? Die Single "Linksradikaler Schlager" ist vielleicht nicht zum Zuhören und Verstehen, sondern einfach linke Mukke, die promillesafe ist und sich selbst nicht allzu ernst nimmt. 

Der Titel "Linksradikaler Schlager" erinnert an eine Mischung aus "Moskau" und "DDR". Zum Mitsingen und Mitgrölen liefert der Musiker Swiss aus Hamburg genügend Zünder. Der Sohn eines Schweizer Schauspielers und einer Theatermacherin versteht es, kontroverse Musik abzuliefern. Was bislang eher in der Rapp-Musik wiederzufinden war, transportiert Swiss nun im Schlager. Ist das möglich? Die Rundfunksender wollen sogenannte "Gute-Laune-Mukke", die nicht zum Denken anregt und ehr das Tanzbein schwingen lässt. Umso mehr Grund liefert uns Sony Music, über Swiss und seine Single "Linksradikaler Schlager" zu berichten.


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Der Sänger und Texter aus dem Hamburger Schanzenviertel hat mit seiner Band "Swiss + Die Anderen" seit jeher alles andere als belanglose Musik gemacht. Vielmehr hat sich die Band durch die Alben "Missglückte Welt", "Saunaclub", "Oprahn" und ausverkauften Live-Shows einen Namen als spannende linkspolitische Punkrockrap-Band in den letzten Jahre gemacht. Und jetzt macht Swiss Schlager. Aber anders und er lässt sich nicht in die neue Ballermann-Schublade pressen. Er versteht es, den Schlager im Oldschool-Style neu aufleben zu lassen. Swiss feierte schon immer den deutschen Schlager: "Für dich soll's rote Rosen regnen", "Ti Amo", "Ich war noch niemals in New York" oder "Moskau" sind nur ein paar seiner gefeierten Hits. Aus diesem Faible entstand die Idee, ein ganzes Projekt mit Schlagersounds und linksradikalen Texten zu machen. Bislang war das Projekt nicht umsetzbar, bis Corona kam. Die Band stemmt im Jahr rund 70 Live-Shows und dazwischen ein neues Album zu packen. galt bis Dato als unvorstellbar. Swiss legte also los, ohne groß zu denken: "Mal schauen, was daraus wird. Ansonsten wird's eine Bonus-CD fürs nächste Album als Band."

Mit seinem Manager Pat entstanden die ersten Melodien und mit Corvin Bahn und Chris Harms wurden daraus fünf fertige Tracks. Die in kürzester Zeit produzierten Songs werden nun auf eine EP gepackt. Im Titeltrack "Linksradikaler Schlager" trifft Disco auf Eurodance und kreiert so die Rettung für alle linksdenkenden Menschen, die nicht nur schwermütige Musik hören wollen. Die Szene kann jetzt endlich abfeiern und zu den wichtigsten Parolen bei einer Maß Bier mitgrölen. Der zweite Titel "Antifa" ist hingegen eine Hymne auf die Antifa, verpackt in die Metapher einer mutigen Frau, die sich für das Gute einsetzt aber nicht den Respekt bekommt, den sie verdient hat. Da sollte noch einer behaupten, die linke Szene besteht aus einfallslose Haudegen. Soviel kreatives Denken finden wir in den meisten konventionellen Schlagersongs avisierter Stars nicht wieder. "Sing, sing, Brüderlein sing, lass doch die Sorgen zu Haus' [...]", kommt für Swiss nicht in Frage. Dann ist da noch der Song "Solikasse", ein Partytrack in allerbester Discofox-Manier mit ZSK-Frontmann Joshi, der gleichzeitig als Hommage an die Feierei und den guten Zweck fungiert.

Ob die EP "Linksradikaler Schlager" bei der breiten Masse ankommen wird, muss das Schicksal entscheiden. Auf der einen Seite umgeht die neue Musikkreation jede mögliche Zielgruppe, die es gibt. Für die Schlagerwelt ist es zu politisch und für die Linksradikalen zu schlagerlastig. "Die Musik scheißt auf alles. Aber genau das macht die Qualität der Songs aus", kommentiert Swiss sein Release. Noch nie war der Musiker so gelassen wie bei dieser Veröffentlichung, denn er verspricht sich davon nichts und vergleicht das Release mit einem Swinger-Club: Alles kann, nichts muss. Im schlechtesten Fall laufen die Songs bei den Aftershow-Partys der Band "Swiss + Die Anderen" und im besten Fall verkauft der Musiker die Merceds-Benz-Arena aus.

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