Patrick Lindner spricht über sein Zwangsouting: Fällt sein Verdacht auf Sandra Maischberger?
04. Sep 2026
Chefredaktion, Deine Schlagerwelt

Patrick Lindner spricht im Podcast über sein Zwangsouting von 1999 und einen möglichen Zusammenhang mit einem vertraulichen „Amica“-Interview.
Patrick Lindner erinnert sich an sein Zwangsouting
Patrick Lindner galt lange als strahlender Publikumsliebling und „Traumschwiegersohn“ des deutschen Schlagers. Doch im April 1999 geriet sein Privatleben plötzlich in den Fokus der Boulevardpresse: Die „Bild“-Zeitung machte seine Homosexualität öffentlich. Für den Sänger war das ein schwerer Einschnitt – denn er hatte selbst entscheiden wollen, wann und wie er sich outet.
Mehr als 25 Jahre später spricht Patrick Lindner nun ausführlicher über die Ereignisse. Im Vodcast „DIE GRUABERIN“ mit Kabarettistin Monika Gruber schildert er, wie sehr ihn die Veröffentlichung belastet hat und warum er bis heute Fragen zur Herkunft der Informationen hat.
Vertrauliches Interview vor dem öffentlichen Outing
Ende der 1990er-Jahre gab Patrick Lindner gemeinsam mit seinem damaligen Lebensgefährten ein ausführliches Interview für das Frauenmagazin „Amica“. Nach Darstellung des Sängers war das Gespräch vertraulich und nicht als öffentliches Coming-out gedacht.
Patrick Lindner vermutet, dass Informationen aus diesem Interview weitergegeben worden sein könnten. Dabei verweist er auf damalige journalistische Verbindungen: Sandra Maischberger arbeitete zu dieser Zeit als freie Mitarbeiterin für „Amica“ und soll laut seiner Vermutung zugleich Verbindungen zur „Bild“-Zeitung gehabt haben. Ein biografischer Bericht der „Berliner Morgenpost“ beschreibt allerdings keine solchen beruflichen Zusammenhänge; daher kann dies redaktionell nicht bestätigt werden. (1)
Ob tatsächlich Informationen aus dem Interview an die Boulevardpresse gelangten und wer dafür verantwortlich gewesen sein könnte, ist jedoch nicht abschließend geklärt. Patrick Lindner formuliert in dem Gespräch deshalb einen persönlichen Verdacht – einen Beweis für eine Beteiligung Maischbergers legt er nicht vor.
„Ich kam mir vor wie ein Lügner“
Das öffentliche Outing traf Patrick Lindner nach eigener Aussage völlig unvorbereitet. Er habe sich damals vor den Kopf gestoßen und in seiner Privatsphäre verletzt gefühlt. Besonders schwer wog für ihn, dass er die Kontrolle über einen sehr persönlichen Teil seines Lebens verloren hatte.
Auch beruflich blieb die Veröffentlichung offenbar nicht ohne Folgen. Lindner berichtet von ausbleibenden Buchungen und einem beschädigten Image. In der Schlagerbranche der 1990er-Jahre war Homosexualität für viele Künstler noch mit erheblichen Vorurteilen verbunden. Der Sänger musste sich deshalb nicht nur emotional, sondern auch beruflich neu orientieren.
Patrick Lindner heute glücklich verheiratet
Heute blickt Patrick Lindner selbstbewusster auf seine Vergangenheit. Der Sänger lebt seit Jahren mit seinem Ehemann Peter Schäfer zusammen. Das Paar ist verheiratet und hat sich ein gemeinsames Leben aufgebaut.
Trotzdem sind die Erinnerungen an das Zwangsouting für Lindner noch immer präsent. Dass er den möglichen Zusammenhang mit dem damaligen „Amica“-Interview nun öffentlich anspricht, sorgt erneut für Aufmerksamkeit. Eine öffentliche Stellungnahme von Sandra Maischberger zu den von Lindner geäußerten Vermutungen ist bislang nicht bekannt.
Schwere Vorwürfe, aber offene Fragen
Patrick Lindners Schilderungen geben einen eindringlichen Einblick in die persönlichen Folgen eines unfreiwilligen Outings. Sein Verdacht gegen Sandra Maischberger beziehungsweise gegen mögliche journalistische Verbindungen zwischen „Amica“ und „Bild“ ist bislang nicht abschließend belegt.
Fest steht jedoch: Für Patrick Lindner war die Veröffentlichung im Jahr 1999 ein tiefer Einschnitt. Heute spricht der Schlagersänger offener über diese Zeit – und macht deutlich, wie wichtig die Kontrolle über die eigene Privatsphäre und die eigene Lebensgeschichte ist.
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