
Amokfahrt in Leipzig – SUV rast durch Fußgängerzone, 2 Tote, über 20 Verletzte
04. Mai 2026
Deine Schlagerwelt Redaktion / Chefredaktion

Montag, 16:45 Uhr, mitten in der Leipziger Innenstadt. Ein weißgrauer VW-SUV biegt am Augustusplatz in die Grimmaische Straße ein und rast mit hoher Geschwindigkeit durch die volle Fußgängerzone Richtung Markt. Was bleibt, ist ein Bild des Schocks: Trümmer, Schreie, Rettungskräfte im Großeinsatz. Zwei Menschen sind tot, mindestens 20 weitere verletzt.
Das ist der Stand am Abend des 4. Mai 2026 – und das wissen wir gesichert über Täter, Opfer und Hintergründe.
Was bisher bestätigt ist
- Tatzeit und Ort: 4. Mai 2026, ca. 16:45 Uhr, Grimmaische Straße zwischen Augustusplatz und Thomaskirchhof in Leipzig
- Fahrzeug: weißgrauer Volkswagen SUV, fuhr vom Augustusplatz über die Fußgängerzone bis zum Markt
- Opferbilanz: Oberbürgermeister Burkhard Jung bestätigt 2 Tote, 3 Schwerverletzte und viele weitere Verletzte. Insgesamt sprechen Behörden von rund 20 Betroffenen
- Täter: Vermeintlicher 33-jähriger deutscher Staatsangehöriger aus Leipzig/Region, festgenommen, sitzt in Polizeigewahrsam
- Einstufung: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes in zwei Fällen und versuchten Mordes, Polizei spricht von Amoktat, kein Hinweis auf politisch motivierte Kriminalität
Der Ablauf – so lief die Todesfahrt ab
Zeugen beschreiben es übereinstimmend: Der Wagen kam nicht langsam angerollt, sondern beschleunigte in der verkehrsberuhigten Zone. Er fuhr vom Augustusplatz kommend in die Grimmaische Straße, vorbei an Universität und Nikolaikirche, mitten durch die Einkaufsmeile.
Es gab laut Polizei zwei schwere Kollisionen. Erst auf Höhe der Thomaskirche kam der SUV zum Stehen, an Pollern gestoppt. Passanten bildeten sofort einen Ring um das Auto, leisteten Erste Hilfe. Die Polizei war binnen Minuten vor Ort, zog den Fahrer aus dem Wagen und sicherte ihn mit Kabelbindern. Widerstand leistete er nicht.
Die Rettungskräfte lösten sofort MANV aus, Massenanfall von Verletzten. Mehr als zehn Rettungswagen, Notärzte, ein Rettungshubschrauber landete auf dem Augustusplatz. Die Innenstadt wurde weiträumig abgesperrt.
Der Täter: 33, aus Leipzig, psychisch auffällig
Die wichtigste Frage am Abend: Wer ist der Fahrer? Laut Polizeipräsidium Leipzig handelt es sich um einen 33-jährigen deutschen Staatsbürger mit Wohnsitz in Leipzig beziehungsweise der Region. Er wurde noch im Fahrzeug festgenommen.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Innenminister Armin Schuster sprachen nach der Pressekonferenz im Neuen Rathaus von einer „mutmaßlichen Amokfahrt". Der Mann habe bei der Festnahme einen psychisch auffälligen Eindruck gemacht und sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden.
Die Tat wird nach aktuellem Stand nicht der politisch motivierten Kriminalität zugeordnet. Ein terroristisches Motiv schließen die Ermittler derzeit aus. Motiv und genauer Hergang sind noch unklar, die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Opfer und Reaktionen: „Fürchterliche Amokfahrt"
Oberbürgermeister Burkhard Jung zeigte sich am Abend fassungslos: „Wir beklagen zwei Tote, momentan drei Schwerverletzte und viele weitere Verletzte. Man findet gar nicht die richtigen Worte für diese fürchterliche Amokfahrt."
Innenminister Schuster dankte den Rettungskräften und Passanten, die vorbildlich reagiert hätten, betonte aber auch: „Wir gehen davon aus, dass Leipzig absolut sicher ist."
Das Klinikum St. Georg und andere Leipziger Krankenhäuser aktivierten ihre Notfallpläne, OP-Kapazitäten wurden freigehalten. Betroffene und Angehörige werden im Foyer des Gewandhauses betreut.
Was die Ermittler jetzt tun
- Die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt wegen Mordes in zwei Fällen
- Das Fahrzeug wird kriminaltechnisch untersucht
- Videoaufnahmen aus der Innenstadt werden ausgewertet
- Die Polizei hat ein Hinweistelefon geschaltet: 0341 966 46666 und ein Portal: sn.hinweisportal.de
Die Grimmaische Straße bleibt zwischen Augustusplatz und Thomaskirchhof gesperrt. Die Polizei bittet dringend, keine Spekulationen in sozialen Netzwerken zu verbreiten und nur gesicherte Quellen zu teilen.
Warum dieser Fall so viele bewegt
Es ist die Kombination: ein ganz normaler Montagnachmittag, eine der belebtesten Einkaufsstraßen Ostdeutschlands, und dann diese Fahrt durch eine Menschenmenge. Kein politisches Bekennerschreiben, kein klares Motiv, nur ein psychisch auffälliger Einzeltäter – das macht die Tat für viele noch unbegreiflicher.
Leipzig steht unter Schock. Und die zentrale Frage bleibt: Wie konnte ein Auto überhaupt so weit in die Fußgängerzone vordringen?
Die Ermittlungen laufen. Wir aktualisieren, sobald Polizei und Staatsanwaltschaft neue Details freigeben.
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