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DSDS-Eklat 2026: Dieter Bohlen singt „You're My Heart“, kassiert Gold für „Brother Louie“ – und gibt Thomas Anders verbal eine Klatsche

10. Mai 2026

Schlagerwelt Redaktion / Chefredaktion Deine Schlagerwelt Redaktion / Chefredaktion

DSDS-Eklat 2026: Bohlens Gold-Abrechnung mit Thomas Anders
DSDS-Eklat 2026: Bohlens Gold-Abrechnung mit Thomas Anders
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Dieter Bohlen holt beim DSDS-Finale Gold für „Brother Louie“ und attackiert Thomas Anders. Was ist dran an den vermeintlichen „Fake-Goldenen“ bei Silbereisen.

Es sollte der große Modern-Talking-Moment im DSDS-Finale werden. Dieter Bohlen steht auf der Bühne, singt „You're My Heart, You're My Soul“, das Publikum steht. Dann kommt Laura Wontorra mit einer goldenen Schallplatte. Für „Brother Louie“, für über 100 Millionen Streams. Bohlen nimmt sie, hält sie hoch, zeigt auf das Siegel – und nutzt die Live-Minuten für den Seitenhieb des Abends.

Ich schicke diese Goldene jetzt an Thomas, damit er auch mal eine echte hat,

Dieter Bohlen

sagt der 72-Jährige. Gemeint ist Thomas Anders. Und der Ort, wo der angeblich „unechte“ Preis verliehen wurde: eine Show von Florian Silbereisen.

Was im Finale wirklich passiert ist

Nach seiner Performance blieb Bohlen auf der Bühne. Die Ehrung für „Brother Louie“ wurde als neuer digitaler Meilenstein verkauft. Bohlen nutzte den Moment sofort, um über die Echtheit solcher Preise zu sprechen. Er erklärte, offizielle Goldene seien an einer speziellen Prägung zu erkennen, die sie von inoffiziellen Auszeichnungen unterscheide. Dann folgte der Seitenhieb: Thomas Anders habe in einer von Florian Silbereisen moderierten Show bereits mehrere solcher Preise erhalten.

Die Show, die Bohlen meint: Schlagerchampions am 10. Januar?

Bohlen meinte vermutlich die „Schlagerchampions 2026“. Die ARD-Show fand am 10. Januar 2026 live im Berliner Velodrom statt und wurde im Ersten und ORF2 übertragen. Florian Silbereisen moderierte. Auf der Gästeliste stand auch Thomas Anders.

Dort wurden Anders auf der Bühne mehrere goldene Schallplatten für seine Neuaufnahmen der Modern-Talking-Alben überreicht. Genau diese Verleihung griff Bohlen vermeintlich vier Monate später im DSDS-Finale an.

Faktencheck: Wann ist eine Goldene in Deutschland „echt“?

Hier trennt sich Show von Industrie-Standard. In Deutschland vergibt der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) Gold für Singles aktuell ab 300.000 Einheiten. Seit 2014 zählen auch Premium-Streams, dabei entsprechen 200 Streams einer verkauften Einheit.

Nur Auszeichnungen, die von BVMI-Mitgliedsfirmen verliehen und beim Verband registriert werden, tragen das offizielle Hologramm. Jede Plattenfirma, die nicht angeschlossen ist, kann unabhängig eigene Awards vergeben – „allerdings fehlt dann auf diesen Auszeichnungen das Hologramm des Bundesverbandes.

Was bedeutet das für Dieter Bohlen und Thomas Anders?

„Brother Louie“ ist offiziell BVMI-Gold – die 300.000er-Marke ist in den Zertifizierungslisten für Deutschland eingetragen. Die 100 Millionen Streams, die Dieter Bohlen im DSDS-Finale nennt, sind vielleicht ein PR-Meilenstein, nicht die Vergabegrenze. Sie entsprechen nach BVMI-Rechnung rund 500.000 Einheiten und liegen damit sogar über Gold.

Die Preise für Anders bei den Schlagerchampions wurden dagegen vermeintlich nicht vom BVMI gelistet. Es handelte sich um Label-Auszeichnungen, bei denen Verkäufe mehrerer Neuauflagen zusammengefasst wurden. Das ist zwar erlaubt, hat aber nicht den Status einer geprüften Industrie-Auszeichnung – genau der Unterschied, auf den Bohlen mit dem Finger auf das Siegel anspielte. 

Grund genug für Dieter Bohlen, seinem Ex-Modern-Talking-Frontsänger im deutschen Fernsehen zu rüffeln. Für keines der sechs „Thomas Anders sings Modern Talking“-Alben gibt es einen Eintrag in der BVMI-Golddatenbank. Eine Gold-Zertifizierung muss vom Label beantragt und von einem Wirtschaftsprüfer bestätigt werden – das ist nie passiert.

Klingelt der Postbote bei Thomas Anders?

Es ist die perfekte Bohlen-Mischung: ein echter Erfolg für einen 40 Jahre alten Hit, ein persönlicher Groll, der seit Modern-Talking-Zeiten schwelt, und ein großer Name wie Florian Silbereisen mittendrin. Das Netz reagierte sofort gespalten – die einen feierten den Spruch als typisch Bohlen, die anderen kritisierten ihn als unnötigen Nachtritt gegen die Stimme, ohne die es Modern Talking nie gegeben hätte.

Und die Pointe zum Schluss: Auch wenn Bohlen seine Goldene wirklich verschickt, müsste Anders sie streng genommen nicht annehmen. Als Sänger von „Brother Louie“ steht sein Name ohnehin auf der offiziellen BVMI-Zertifizierung. Nun müssen wir abwarten, ob der Postbote an der Haustür von Thomas Anders klingelt, oder nicht. 

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