G.G. Anderson Konzert mit Die JunX in Gütersloh am 10. Mai 2026 endgültig abgesagt – Muttertag ohne eine romantische Sommernacht in Rom und Trolle spotten
08. Mai 2026
Chefredaktion, Deine Schlagerwelt
Gütersloh: Aus für G.G. Anderson & Die Junx am 10. Mai. Fans sind enttäuscht, im Netz machen vor allem Trolle Stimmung mit Spott und Häme.
Es war als verspätetes Geschenk geplant, dann als Muttertags-Überraschung – und jetzt ist es ganz vorbei. Der Auftritt von G.G. Anderson und Die Junx in der Stadthalle Gütersloh, ursprünglich für den 25. Januar 2026 angesetzt und später auf Sonntag, den 10. Mai 2026 verschoben, findet nicht statt. Auf der Veranstalterseite steht seit dieser Woche nur noch der rote Hinweis „ACHTUNG: ABGESAGT!!! – VA entfällt“. Einen Ersatztermin gibt es nicht, und eine Begründung liefert die Halle nicht. Karten, so heißt es knapp, müssen dort zurückgegeben werden, wo sie gekauft wurden.
Enttäuschte G.G. Anderson-Fans und Häme im Netz
In den Fan-Gruppen war die Vorfreude groß, gerade weil der Termin auf den Muttertag fiel. Viele hatten die Tickets für Eltern oder Großeltern gekauft, die mit Andersons Liedern aufgewachsen sind. Die Enttäuschung ist entsprechend laut, in den Kommentarspalten wird von „mal wieder vertröstet“ und „typisch Gütersloh“ gesprochen.
Gleichzeitig zeigt sich die andere Seite des Schlagers im Netz. Unter den letzten Beiträgen auf der offiziellen Facebook-Seite von G.G. Anderson tauchen neben Genesungswünschen auch die bekannten Schlager-Trolle auf. Dort liest man in diesen Tagen Sätze wie „Hör endlich auf“, „Er sollte an seine Gesundheit denken“ oder das pauschale „Ihn will keiner mehr hören“. Es ist der raue Ton, der Anderson seit Jahren begleitet, gerade weil er trotz gesundheitlicher Rückschläge nicht aufhört zu touren. 2013 hatte er zwei Schlaganfälle erlitten, später musste er wegen einer Entzündung des Gesichtsnervs Konzerte absagen. Dass er mit 75 Jahren immer noch auf der Bühne steht, spaltet die Community zwischen Bewunderung und Häme.
Wer ist G.G. Anderson – von Mama Lorraine bis Sommernacht in Rom
Hinter dem Künstlernamen steckt Gerd Günther Grabowski, geboren am 4. Dezember 1949 in Eschwege. Er lernte Elektriker, spielte Schlagzeug in Schülerbands und startete in den Siebzigern als Alexander Marco und Tony Bell, bevor er 1980 zu G.G. Anderson wurde. Der Durchbruch kam 1981 mit „Mama Lorraine“, seiner einzigen Top-10-Single in Deutschland. Es folgten Dauerbrenner wie „Am weißen Strand von San Angelo“, „Santa Lucia – versunken im Meer“, „Sommer, Sonne, Cabrio“, „Mädchen, Mädchen“ und vor allem „Sommernacht in Rom“, das im Mai 1985 erschien und ihn endgültig zur Schlager-Institution machte.
Anderson ist aber weit mehr als Interpret. Er schrieb über 1000 Titel für andere, darunter „Schach Matt“ und „Lieb mich ein letztes Mal“ für Roland Kaiser, „Herzilein“ für die Wildecker Herzbuben, Songs für Andrea Jürgens, Karel Gott, Mireille Mathieu, Heino, Jürgen Drews und Boney M. 2024 veröffentlichte er mit „Sieben Leben“ sein 30. Studioalbum, das auf Platz 18 der deutschen Charts einstieg. Mit dem Album kündigte er zugleich seinen schrittweisen Rückzug aus dem Musikgeschäft an – ein Abschied auf Raten, der jede Absage wie jetzt in Gütersloh emotional auflädt.
Ticket-Rückgabe
Die Tickets müssen an der jeweiligen Vorverkaufsstelle zurückgegeben werden, an der sie erworben wurden.
Veranstalter des abgesagten Abends ist:
Globus Entertainment
Ob Gütersloh noch einmal eine Chance auf einen Anderson-Abend bekommt, ist offen. Auf seiner aktuellen Tourliste stehen Borken, Neubrandenburg und mehrere Open Airs in Österreich, Gütersloh ist gestrichen. Für viele Fans bleibt damit nur die Erinnerung an die Sommernacht in Rom – und die Hoffnung, dass die nächste nicht wieder ausfällt.
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