Pia-Sophie Remmel ist Coverstar des deutschen „Playboy“: Schlagerstar spricht über Selbstliebe und Körperakzeptanz
12. Sep 2026
Chefredaktion, Deine Schlagerwelt

Pia-Sophie Remmel ziert das „Playboy“-Cover und spricht über Selbstliebe, Körperakzeptanz und ihren Weg vom DSDS-Talent zur selbstbewussten Sängerin.
Pia-Sophie Remmel ziert das Cover der deutschen „Playboy“-Ausgabe Oktober 2026. Die 26-jährige Schlagersängerin ist dabei nicht „Playmate des Monats“, sondern prominenter Coverstar mit eigener Fotostrecke. Im begleitenden Interview spricht sie über ihre Körpergröße, frühere Unsicherheiten und den Weg zu mehr Selbstakzeptanz.
Pia-Sophie Remmel ist Coverstar der deutschen „Playboy“-Ausgabe Oktober 2026. Das Magazin ist seit dem 10. September erhältlich. Für die 26-jährige Schlagersängerin ist das Shooting ein besonderer Karriereschritt – und zugleich eine sehr persönliche Botschaft.
Wichtig ist die journalistische Unterscheidung: Pia-Sophie Remmel ist Coverstar mit eigener Fotostrecke, nicht „Playmate des Monats“. Der Begriff „Playmate des Monats“ bezeichnet im „Playboy“ eine eigene Rubrik und ist nicht automatisch mit einem prominenten Coverauftritt gleichzusetzen.
Pia-Sophie Remmel: „Ein Liebesgeständnis“ an sich selbst
Fotografin Sabine Liewald setzte Pia-Sophie Remmel für die Fotostrecke in Szene. Die Sängerin ist 1,84 Meter groß und berichtet im begleitenden Interview von negativen Erfahrungen aus ihrer Jugend. Wegen ihrer Körpergröße sei sie unter anderem als „Giraffe“ beschimpft worden. Außerdem habe sie zu hören bekommen, nicht feminin genug zu wirken.
Heute möchte Pia-Sophie Remmel einen anderen Blick auf ihren Körper vermitteln. Sie beschreibt das Shooting als eine Art „Liebesgeständnis“ an sich selbst – und an Frauen, denen aufgrund ihrer Größe, ihres Gewichts oder anderer äußerer Merkmale eingeredet werde, sie seien nicht schön genug.
Pia-Sophie Remmel möchte mit den Bildern zeigen, dass sie ihren Körper heute akzeptiert und selbstbewusst zu ihrem Aussehen steht.
Damit stellt die Sängerin nicht ausschließlich die freizügigen Aufnahmen in den Mittelpunkt. Ihre Botschaft dreht sich vor allem um Selbstliebe, Körperakzeptanz und die Überwindung früherer Unsicherheiten.
Vom DSDS-Talent zum „Playboy“-Cover
Einem größeren Publikum wurde Pia-Sophie Remmel 2021 durch ihre Teilnahme an „Deutschland sucht den Superstar“ bekannt. Sie erreichte den fünften Platz und war damit die höchstplatzierte Sängerin ihrer Staffel.
Seit 2026 veröffentlicht sie ihre Musik bei Ariola/Sony Music. Direkt im Umfeld des „Playboy“-Shootings erschien am 11. September 2026 ihre neue Single „Wenn das zu viel ist“.
Die zeitliche Nähe zwischen Magazinveröffentlichung und neuer Single fällt auf. Sie kann auf eine abgestimmte Veröffentlichungsstrategie hindeuten, eine ausdrückliche Bestätigung ihres Managements liegt dazu bislang jedoch nicht vor. Sicher ist: Das Cover verschafft Pia-Sophie Remmel eine außergewöhnlich große Aufmerksamkeit – und bietet ihrer neuen Musik ein zusätzliches mediales Umfeld.
Diese Schlagerstars waren bereits auf dem deutschen „Playboy“-Cover
Michelle: zweimal auf dem Cover
Michelle gilt als erste klassische deutsche Schlagersängerin auf dem deutschen „Playboy“-Cover. Ihr erstes Shooting erschien im April 2006. Im April 2022 folgte ein zweiter Auftritt – diesmal im Alter von 50 Jahren.
Michelle begründete das erneute Shooting unter anderem damit, Frauen unabhängig von ihrem Alter Mut machen zu wollen. Beide Auftritte sind mehrfach dokumentiert.
Linda Hesse und die persönliche Herausforderung
Linda Hesse war im Juni 2018 auf dem deutschen „Playboy“-Cover zu sehen. Sie bezeichnete das Shooting als persönliche Herausforderung. Zugleich legte sie Wert auf Mitbestimmung und sicherte sich nach eigenen Angaben unter anderem Einfluss auf Fotograf, Styling und Bildauswahl.
Die Fotostrecke entstand auf Mallorca.
Anna-Carina Woitschack: neues Körpergefühl und Selbstbestimmung
Anna-Carina Woitschack zierte im September 2024 das Cover des deutschen „Playboy“. Sie stellte den Auftritt als Ausdruck eines neuen Körpergefühls und persönlicher Selbstbestimmung dar. Die Fotos wurden auf Gran Canaria aufgenommen.
Je nachdem, wie weit der Begriff Schlager gefasst wird, könnten auch Sängerinnen aus dem Party- und Popschlager wie Isi Glück oder Loona berücksichtigt werden. Für eine klare Einordnung ist es jedoch sinnvoll, diese Künstlerinnen als eigene Kategorie zu führen.
Vanessa Mai gehört hingegen ausdrücklich nicht in die Liste der Coverstars: Sie bestätigte zwar eine Anfrage, lehnte das Angebot jedoch ab.
Warum setzt der „Playboy“ auf eine Newcomerin?
Pia-Sophie Remmel ist durch „Deutschland sucht den Superstar“ bekannt, im Vergleich zu etablierten Namen wie Michelle oder Anna-Carina Woitschack jedoch noch kein langjähriger Schlagerstar. Gerade diese Ausgangslage kann das Cover besonders interessant machen.
Ein überraschender Name erzeugt Neugier. Für Pia-Sophie Remmel bietet der Auftritt mehrere strategische Chancen:
- Sie erreicht innerhalb kurzer Zeit eine große mediale Aufmerksamkeit.
- Ihr Name wird auch außerhalb der klassischen Schlagerszene wahrgenommen.
- Die Fotostrecke kann ihr Image als erwachsene und selbstbewusste Künstlerin stärken.
- Das Thema Selbstliebe verleiht dem Shooting eine gesellschaftliche Dimension.
- Die Aufmerksamkeit rund um das Magazin kann auf ihre neue Single „Wenn das zu viel ist“ lenken.
- Sie kann sich stärker von ihrer Vergangenheit als ehemalige DSDS-Kandidatin lösen.
Der „Playboy“ muss nicht zwingend den bereits größten Star für ein Cover auswählen. Ein überraschender Name kann mehr Gesprächsstoff liefern als eine Künstlerin, deren freizügiges Image dem Publikum längst vertraut ist.
Für Pia-Sophie Remmel ist das Shooting deshalb die Chance, eine eigenständige öffentliche Erzählung aufzubauen: weg vom Castingformat, hin zu einer selbstbewussten Sängerin mit eigener Haltung.
Die Risiken des „Playboy“-Shootings für Pia-Sophie Remmel
So groß die Aufmerksamkeit ist, so schwer lässt sich kontrollieren, was beim Publikum langfristig im Gedächtnis bleibt. Der Auftritt kann der Karriere helfen, birgt aber auch Risiken.
Die Musik könnte in den Hintergrund geraten
Viele Medien und soziale Netzwerke konzentrieren sich bei einem „Playboy“-Auftritt vor allem auf die Bilder. Die neue Single oder Pia-Sophies musikalische Entwicklung könnten dadurch zur Nebensache werden.
Dauerhafte digitale Verfügbarkeit
Einmal veröffentlichte Fotos lassen sich im Internet kaum vollständig zurückholen. Kopien, Archive und Beiträge in sozialen Netzwerken können dafür sorgen, dass die Aufnahmen langfristig auffindbar bleiben.
Gefahr eines dauerhaften Erotikimages
Pia-Sophie Remmel könnte künftig stärker über ihr Aussehen und ihren Körper wahrgenommen werden als über ihre Stimme und ihre Songs. Für eine Sängerin, die sich musikalisch etablieren möchte, kann das zu einer zusätzlichen Herausforderung werden.
Unterschiedliche Reaktionen im Schlagerpublikum
Das traditionelle Schlagerpublikum ist nicht homogen. Während viele Fans den selbstbewussten Auftritt begrüßen dürften, könnten andere ein solches Shooting als unpassend oder kalkulierte Provokation empfinden.
Sexualisierte Kommentare und Belästigung
Mit großer öffentlicher Aufmerksamkeit gehen häufig auch abwertende, sexualisierte oder beleidigende Kommentare einher. Neben Zustimmung muss Pia-Sophie Remmel daher auch mit Häme und unerwünschten Reaktionen rechnen.
Aufmerksamkeit ist nicht automatisch Erfolg
Ein Cover sorgt für Reichweite, garantiert aber keinen nachhaltigen musikalischen Erfolg. Entscheidend wird sein, ob neue Interessierte auch ihre Songs hören, Konzerte besuchen und der Sängerin langfristig folgen.
Die Glaubwürdigkeit der Selbstliebe-Botschaft
Da das Shooting zeitlich mit der Veröffentlichung einer neuen Single zusammenfällt, könnten Kritiker die Botschaft als reine PR-Strategie interpretieren. Das ändert nichts daran, dass Pia-Sophies persönliche Erfahrungen authentisch sein können. Die öffentliche Wahrnehmung lässt sich jedoch nur begrenzt steuern.
Was das Cover für ihre weitere Karriere bedeutet
Ein freizügiges Shooting kann im traditionellen Schlagerumfeld auch spätere berufliche Entscheidungen beeinflussen. Familienorientierte Formate, bestimmte Werbepartner oder konservative Veranstalter könnten zurückhaltender reagieren. Ob solche Einschränkungen tatsächlich eintreten, lässt sich derzeit nicht sagen.
Gleichzeitig kann das Cover Pia-Sophie Remmel helfen, ein klareres Profil zu entwickeln. Als junge Sängerin steht sie am Anfang einer langfristigen Karriere. Der „Playboy“-Auftritt verschafft ihr eine Plattform, die mit der Veröffentlichung einer einzelnen Single nur schwer zu erreichen wäre.
Entscheidend wird sein, wie sie die Aufmerksamkeit in den kommenden Monaten nutzt. Gelingt es ihr, das öffentliche Interesse auf ihre Musik, ihre Bühnenpräsenz und ihre Persönlichkeit zu übertragen, kann das Shooting zu einem wichtigen Wendepunkt werden.
Mehr als ein freizügiger Auftritt
Pia-Sophie Remmel hat mit dem Cover der deutschen „Playboy“-Ausgabe Oktober 2026 einen bemerkenswerten Schritt gemacht. Im klassischen deutschen Schlager ist ein solcher Auftritt weiterhin eine Ausnahme. Dabei sollte jedoch klar zwischen einem prominenten Coverstar und dem „Playmate des Monats“ unterschieden werden.
Das Shooting erfüllt mehrere Funktionen zugleich: Es ist eine persönliche Erklärung zur Selbstakzeptanz, ein öffentlichkeitswirksamer Imagewechsel und möglicherweise ein wichtiger Bestandteil der Promotion rund um ihre neue Single „Wenn das zu viel ist“.
Ob daraus ein nachhaltiger Karriereschub entsteht, wird nicht allein die Reichweite der Fotos entscheiden. Maßgeblich ist, ob Pia-Sophie Remmel das neu gewonnene Interesse dauerhaft auf ihre Musik lenken kann. Genau darin liegt die größte Chance – aber auch das größte Risiko ihres „Playboy“-Covers.
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