Streaming bringt Reichweite, CDs schaffen Fanbindung: Warum der Schlager weiter Alben verkauft
26. Sep 2026
Chefredaktion, Deine Schlagerwelt

Streaming dominiert, doch Schlager bleibt auf CD präsent: 2025 entfielen neun Prozent des CD-Umsatzes auf das Genre, beim Audio-Streaming rund zwei Prozent.
usik wird heute vor allem gestreamt. Für Reichweite und das tägliche Hören ist der digitale Zugang entscheidend. Trotzdem verschwindet das Album auf CD nicht einfach: Im Schlager bleibt es als greifbares Produkt für Fans relevant. Die Zahlen des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI) zeigen beides – einen langfristig rückläufigen CD-Markt und eine weiterhin überdurchschnittliche Bedeutung des Formats für Schlager.
178 Millionen Euro CD-Umsatz: Ein rückläufiger Markt ist kein verschwundener Markt
2025 wurden in Deutschland mit CDs laut BVMI 178 Millionen Euro im Handel umgesetzt. Das waren 11,3 Prozent weniger als 2024; der Anteil der CD am gesamten Musikumsatz lag bei 7,2 Prozent. Der Rückgang gehört zum langfristigen Wandel des Musikmarkts, bedeutet aber nicht, dass physische Alben keine Rolle mehr spielen.
Im ersten Halbjahr 2026 lag der CD-Umsatz 0,8 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Dieser Umsatzanstieg belegt weder mehr verkaufte Stückzahlen noch eine dauerhafte Trendwende. Der gesamte physische Bereich wuchs im selben Zeitraum um 5,3 Prozent – vor allem getragen von Vinyl und starken Albumveröffentlichungen. Zugleich entfielen in der ersten Jahreshälfte 2026 laut BVMI 84,4 Prozent der deutschen Brancheneinnahmen auf Streaming.
Warum die CD im Schlager weiterhin eine Rolle spielt
Der Formatvergleich macht die besondere Stellung des Schlagers sichtbar: 2025 entfielen laut BVMI rund zwei Prozent des Audio-Streaming-Umsatzes auf Schlager. Beim CD-Umsatz betrug der Schlageranteil neun Prozent. 2020 hatte er noch zwölf Prozent betragen – auch bei CDs ist der Anteil also gesunken.
Diese Werte sind Umsatzanteile der jeweiligen Formate. Sie sagen nicht, wie viele CDs verkauft wurden, und sind keine Verkaufszahlen einzelner Künstler. Sie zeigen vielmehr, dass Schlager im CD-Geschäft relativ stärker vertreten ist als im Audio-Streaming-Umsatz.
Warum manche Fans eine CD wählen, lässt sich nicht aus diesen Zahlen ablesen. Plausible Motive können ein Album im Regal, ein Geschenk, ein Sammelobjekt oder eine signierte Ausgabe bei einem Auftritt sein. Das sind mögliche Gründe für einzelne Käuferinnen und Käufer, keine belegte Erklärung für alle CD-Käufe.
Was die Albumcharts zeigen – und was nicht
Ein Beispiel für die Präsenz des Genres in den Albumcharts lieferte Andrea Berg: Im Juni 2025 führte sie mit einer Live-Version ihres Albums die Offiziellen Deutschen Albumcharts an. Eine solche Platzierung ist jedoch kein Beleg dafür, wie viele CDs tatsächlich verkauft wurden.
Die Albumcharts berücksichtigen physische Verkäufe, Downloads und qualifizierte Streams. Sie sind umsatzgewichtet. Deshalb lässt sich aus einer Chartposition weder zuverlässig auf CD-Stückzahlen noch auf den Gewinn eines Künstlers schließen. Die Rangliste bildet die Wertung nach ihrer Berechnung ab, nicht den Absatz eines einzelnen Formats.
Streaming bringt Reichweite, CDs schaffen Fanbindung
Streaming ist der wichtigste Vertriebsweg für Reichweite und alltägliches Musikhören. Die Einnahmenzahlen unterstreichen seine zentrale Stellung: Im ersten Halbjahr 2026 entfielen laut BVMI 84,4 Prozent der deutschen Brancheneinnahmen darauf. Das sagt allerdings nichts darüber aus, wie einzelne Fans ihre Lieblingsmusik nutzen oder welche Rolle ein bestimmtes Album in ihrer Sammlung spielt.
Die CD erfüllt daneben eine andere Funktion. Sie kann Musik in einer greifbaren Albumform anbieten und für Fans einen zusätzlichen Bezug zu Künstler oder Veröffentlichung schaffen. Die Marktdaten belegen nicht die persönlichen Motive hinter einem Kauf, zeigen aber, dass Schlager im CD-Umsatz weiterhin einen größeren Anteil hat als im Audio-Streaming-Umsatz. Streaming und CD stehen deshalb nicht zwingend in Konkurrenz: Sie können unterschiedliche Wege sein, Musik zu entdecken, zu hören und als Album zu besitzen.
Die CD bleibt ein Fanprodukt in einem Streamingmarkt
Der CD-Markt schrumpft langfristig, und der leichte Umsatzanstieg im ersten Halbjahr 2026 reicht nicht aus, um eine Trendwende auszurufen. Gleichzeitig bleibt die CD im Schlager vergleichsweise bedeutsam: Ihr Anteil am CD-Umsatz liegt über dem Anteil des Genres am Audio-Streaming-Umsatz. Streaming sorgt vor allem für Reichweite und regelmäßiges Hören; die CD kann als physisches Album für Fans einen zusätzlichen Wert haben. Die Formate erfüllen unterschiedliche Aufgaben – und die verfügbaren Umsatzdaten sollten nicht mit Stückzahlen oder individuellen Kaufmotiven verwechselt werden.
0Noch keine Kommentare

Ramon Roselly „Alles was du suchst“ – neues Album im September 2026
Ramon Roselly veröffentlicht „Alles was du suchst“ am 21. August 2026. Das gleichnamige Album mit modernem Popschlager folgt am 25. September.
Die Schlagerpiloten: „Laguna Blue“ auf Platz 9 der Albumcharts
Die Schlagerpiloten erreichen mit „Laguna Blue – Sterne überm Paradies“ Platz 9 der Albumcharts. Alle Chart-Erfolge und Album-Facts im Überblick.
Partyband TETRAPACK rockt 2026 das Paulaner Festzelt
TETRAPACK aus Erding spielt täglich im Paulaner Festzelt: Bandchef Patrik über Wiesn-Auftritt, 8.000 Gäste und den Wiesnhit 2026.
Monsano Miracolo: Neues Album „Irgendwann und irgendwo“
Monsano Miracolo veröffentlicht am 1. Oktober 2026 „Irgendwann und irgendwo“. 16 neue Schlager über Liebe, Sehnsucht, Hoffnung und das Leben.

Mediathek

Monsano Miracolo „Ich brauche dich zum träumen“
Das Musikvideo "Ich brauche dich zum Träumen" von Monsano Miracolo ist eine Reise nach Venedig, auf der Suche nach dem, was bleibt.
Monsano Miracolo „Wenn du heute Nacht bei mir bist“
Das offizielle Musikvideo „Wenn du heute Nacht bei mir bist“ aus dem Album „Das nennt man Liebe“ von Monsano Miracolo.
Max Weidner „Seele tätowiert“
„Seele tätowiert“ von Max Weidner verbindet bekannte persönliche Elemente mit einem modernen Sound und einer emotionalen Geschichte.
Monsano Miracolo „Das ist Karma“
„Das ist Karma“ von Monsano Miracolo erzählt von enttäuschtem Vertrauen, vom Loslassen und von der Erkenntnis, dass Vergebung nicht bedeutet, zu vergessen.
Kerstin Ott „1000x Nein“
Man weiß, dass eine Person einem nicht guttut, und doch bleibt da diese Anziehung, die Erinnerung an Vertrautheit und die Versuchung, schwach zu werden.
Neonlicht „Komm wir lassen los“
Die neue Single von Neonlicht „Komm wir lassen los“ gibt es nun auch als Musikvideo – Nicht nachdenken und nur das „Du und Ich“ leben.
Vincent Gross und Tim Peters „Ich frage für nen Freund“
Tim Peters und Vincent Gross machen gemeinsame Sache und droppen den Song „Ich frage für nen Freund“.
Beatrice Egli „Mein Herz“
Mit dem Song „Mein Herz“ – komponiert von Dieter Bohlen – wurde Beatrice Egli Deutschlands Superstar. Das Musikvideo zählt über 44 Millionen Aufrufe.
Album-Tipp!
















