Stadt München sagt wegen Terror-Anschlag Fasching auf dem Viktualienmarkt ab: Ein Zeichen der Trauer und Solidarität!
18. Feb 2025
Chefredaktion, Deine Schlagerwelt
München sagt Fasching auf dem Viktualienmarkt ab. Trauer und Solidarität nach dem Terror-Anschlag vom 13. Februar 2025. Ein Zeichen des Mitgefühls!
Die traditionellen Faschingsfeiern auf dem Viktualienmarkt werden 2025 nicht stattfinden. Der Grund für diese Entscheidung ist der schreckliche Anschlag auf einen Demonstrationszug von ver.di am 13. Februar, bei dem zwei Menschen getötet und 39 verletzt wurden. Die Stadt München sieht sich in der Verantwortung, ein Zeichen der Anteilnahme zu setzen und verzichtet daher auf die Veranstaltungen am Unsinnigen Donnerstag (27. Februar) und am Faschingsdienstag (4. März), einschließlich des beliebten Tanzes der Marktfrauen.
Eine Entscheidung der Stadtfamilie
In einer Mitteilung des Kommunalreferats und der Markthallen wird die Absage mit tiefster Betroffenheit begründet:
Als Stadtfamilie erscheint es uns im Angesicht des Anschlags und insbesondere aufgrund des gewaltsamen Todes unserer Kollegin aus der Stadtverwaltung und ihrer kleinen Tochter unvorstellbar, unbeschwert auf dem Viktualienmarkt Fasching zu feiern. Als Stadtfamilie können wir im Angesicht unserer zahlreichen vom Anschlag körperlich und psychisch betroffenen Kolleginnen und Kollegen nicht einfach den Hebel wieder umlegen. Als Stadtfamilie sind wir tief betroffen, traurig und fassungslos ob des unermesslichen Leids, das über unsere Heimatstadt hineingebrochen ist.
Die Entscheidung, die Veranstaltungen abzusagen, sei nicht leichtgefallen, aber im Lichte der Ereignisse absolut notwendig. Die Stadt betont, dass viele Menschen über Wochen und Monate hinweg auf diese Feiern hingearbeitet haben, bittet jedoch um Verständnis, dass eine fröhliche und ausgelassene Atmosphäre unter diesen Umständen nicht möglich sei.
Auch die „Damischen Ritter“ sagen ihren Umzug ab
Bereits am Montag hatte die Münchner Faschingsgesellschaft „Die Damischen Ritter“ ihren traditionellen Faschingsumzug abgesagt. In einer Mitteilung des Vereins hieß es:
Uns ist einfach derzeit nicht nach Feiern zumute! Die ganze Stadt trauert.
Diese Entscheidung wurde in enger Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden und der Stadt getroffen. Zwar wäre ein Faschingszug grundsätzlich möglich gewesen, doch ein ausgelassenes, fröhliches Feiern erscheint angesichts der tragischen Ereignisse nicht angemessen.
Solidarität statt Ausgelassenheit
München ist eine Stadt, die für ihre Lebensfreude, Traditionen und Feste bekannt ist. Doch nach einem derart erschütternden Anschlag ist die Absage der Faschingsfeiern ein klares Signal: Trauer und Mitgefühl haben in diesem Moment Vorrang. Die Stadt setzt damit ein Zeichen der Solidarität mit den Betroffenen und ihren Familien.
Ob und in welcher Form Faschingsveranstaltungen in anderen Stadtteilen stattfinden werden, bleibt abzuwarten. Doch eines steht fest: München steht zusammen – in Freude, aber auch in Trauer.
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