
Oktoberfest 2026 gesichert: Gericht gibt grünes Licht für Paulaner Festzelt und Schottenhamel – Alexander Egger scheitert mit Eilantrag
18. Jun 2026
Deine Schlagerwelt Redaktion / Chefredaktion

München • Große Erleichterung auf dem Oktoberfest: Das Bayerische Oberste Landesgericht hat den Eilantrag gegen die Zulassung des Paulaner-Festzelts und der Schottenhamel-Festhalle abgewiesen. Damit können die Vorbereitungen für die Wiesn 2026 wie geplant fortgesetzt werden. Der Aufbau der beiden Traditionszelte kann Ende Juni beginnen
Egger-Streit um die Vergabe der Festzelte
Auslöser des Verfahrens war die Frage, ob die Vergabe großer Oktoberfest-Festzelte europaweit ausgeschrieben werden muss. Der Münchner Gastronom Alexander Egger hatte die bisherige Vergabepraxis der Landeshauptstadt München angegriffen und eine Neuvergabe nach europäischem Vergaberecht gefordert.
Bereits die Vergabekammer Südbayern hatte die Einwände zurückgewiesen. Gegen diese Entscheidung wurde Beschwerde eingelegt und zusätzlich versucht, die Zulassung der betroffenen Festwirte im Wege eines Eilverfahrens zu stoppen.
Wichtige Entscheidung für das Oktoberfest 2026
Mit der Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts ist nun klar: Die Stadt München darf die Standplätze für das Paulaner-Festzelt und die Schottenhamel-Festhalle wie vorgesehen vergeben. Die Richter stellten fest, dass eine europaweite Ausschreibung und eine vollständige Neuvergabe für die Wiesn 2026 zeitlich nicht mehr realisierbar wären.
Für die Organisatoren, die Brauereien, die Festwirte und die zahlreichen Zulieferer bedeutet dies vor allem eines: Planungssicherheit.
Jubel: Aufbau kann wie geplant starten
Noch vor wenigen Tagen bestand die Sorge, dass der Aufbau der beiden Festhallen verzögert oder sogar gestoppt werden könnte. Die Folgen wären enorm gewesen, da die Vorbereitungen für das größte Volksfest der Welt lange vor dem ersten Anstich beginnen.
Nach der Gerichtsentscheidung können die Aufbauarbeiten nun wie geplant Ende Juni starten. Die Wiesn 2026 beginnt am 19. September und wird Millionen Besucherinnen und Besucher aus aller Welt nach München locken.
Egger-Streit ist noch nicht endgültig abgeschlossen
Auch wenn die aktuelle Entscheidung als wichtiger Erfolg für die Stadt München und die betroffenen Festwirte gilt, ist das Verfahren juristisch noch nicht vollständig beendet. Über die grundsätzliche Frage, ob die Vergabe großer Wiesn-Festzelte künftig europaweit ausgeschrieben werden muss, wird im Hauptverfahren noch entschieden werden.
Starkes Signal für das Oktoberfest
Das Oktoberfest 2026 kann planmäßig vorbereitet werden und die traditionsreichen Festzelte von Paulaner und Schottenhamel bleiben auch in Zukunft feste Bestandteile der Wiesn. Für die bayerische Festzeltkultur, die Münchner Wirtschaft und die Millionen Oktoberfest-Fans weltweit ist dies eine Nachricht, die für große Erleichterung sorgt.
Nach der klaren Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts stellt sich allerdings die Frage, ob es in diesem Verfahren tatsächlich ausschließlich um mehr Chancengleichheit bei der Vergabe der Wiesn-Festzelte ging, wie es der Münchner Wirt Alexander Egger argumentiert. Fest steht: Der Versuch, die Vergabe der Traditionszelte kurzfristig zu stoppen, ist gescheitert – und die Vorbereitungen für das Oktoberfest 2026 können wie geplant fortgesetzt werden.
Quelle: Bayerisches Oberstes Landesgericht, dpa, Stadt München
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